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Einführung SY Baltic 42 DP "GAYLORD" Technische Daten

Schiffsmaße:
Länge ü.a.: 12,78 m
Länge W.L.: 10,49 m
Breite: 4,07 m
Tiefgang: 2,41 m
Masthöhe: ca.20 m
Verdrängung: 8.350 kg
Ballast: 3.655 kg
 
Segelmaße:
I: 17,07 m
J: 5,39 m
P: 15,24 m
E: 4,23 m
 
Segelnr.: GER 2852
 
Rufzeichen: DGLR
 
Baujahr: 1986 Nr.: 031
 
Seriennummer: XYB 320310286
 
Konstrukteur: Doug Peterson
 
Werft: Baltic Yachts, Finnland
 
Farbe:
Rumpf: Norpol White 200
Streifen: 706, 707, 710
Deck: 200
 
Eigner:
Windrose Yachtcharter GmbH
Tangstedter Chaussee 2
D-25462 Rellingen
Tel.: +49 (0)4101 22266
Fax.: +49 (0)4101 207954
GSM.: +49 (0)173 2653174 
 
 

Segel

An Bord befinden sich folgende Segel:

Genua I: Dieses Segel eignet sich nur bis zu einer scheinbaren Windstärke von ca. 12 Kn. Wind. Danach sollte auf das nächstkleinere Segel gewechselt werden. Das Schiff fällt sonst nur um und es entsteht starker Ruderdruck.
Genua III: Dieses Segel wird bis zu einer maximalen Windstärke von 24 Kn. eingesetzt.
Genua IV: Dieses Segel ist das Arbeitssegel. Es eignet sich für kurze Kreuzschläge oder bei stärkerem Wind.
Sturmfock: Dieses ist ein Notsegel und wird erst bei Starkwind eingesetzt
Spinnaker: Es handelt sich um einen 1,5'er mit 172 qm. Also bitte nur von geübten Leuten bedienen lassen. Hier kann viel Bruch entstehen.
Holepunkte: Die Genuaschoten sind unbedingt über die Umlenkblöcke an Deck zu führen! Werden die Schoten direkt von der Winde auf die Genuaschlitten geführt, so kommt es zu einer seitlichen Verdrehung und die Schlitten brechen an den Gelenken!

Genua I äußere Schiene - Schlitten in Höhe Cockpitlenzer vom Mittelcockpit.
Genua III innere Schiene - Schlitten ganz vorne! - damit auch innen von den Oberwanten.
Genua IV Siehe Genua III


Tip !

Bedenken Sie, daß Holepunkte (insbesondere bei der Genua I) keine Festpunkte sind und je nach Windwinkel angepaßt werden müssen. So sollte z.B. der Holepunkt bei halbem Wind nach vorn und außen verlegt werden. Dies kann am besten mit einem Snatchblock und der "Spielschot" geschehen! Sie werden sehen, daß die Segel besser stehen und somit bis zu 2 kn mehr Fahrt bringen.

Alle Vorsegel sind für das Profilvorstag ("Tuff-Luff" - 5mm) gearbeitet. Dieses Vorstag ist ein durchgehendes Profilstag aus Kunststoff. Es darf nicht verdreht werden, weil es sonst bricht. Damit es sich im Hafen nicht aufschüttelt, muß es fixiert werden. (Am Besten wickelt man ein Spi-Fall ein paar Umdrehungen um das Vorstag und hakt es unten an Deck ein. Dann einfach handfest anziehen.)
Beim Setzen der Vorsegel muß der Vorfider benutzt werden. Zusätzlich sollte immer ein Crewmitglied im Bugkorb das Segel mit der Hand vorführen. So wird verhindert, daß das "Luff-Tape" durch seitliches Auswehen des Segels beschädigt wird.
Das Fall darf erst an Segelkopf angeschlagen werden, wenn es auch tatsächlich hochgezogen wird. Sonst schlägt der Segelkopf im Wind und das Segelprofil reißt am Kopf ein.
Die Fallen sind aus Kevlar und haben so gut wie keinen Reck. Aus diesem Grund bitte die Segel von Hand hochziehen und die Vorstagspannung nur sehr vorsichtig über die Winden einstellen.
Wir haben 2 Spi-Fallen (rot und grün). Achtung, am Mastaustritt befinden sich Fallenklemmen bevor das Fall zur Winde geführt wird. Sollte der Spinnaker beim Bergen scheinbar festklemmen, so könnte die Mastklemme versehentlich geschlossen worden sein. Deshalb - keine Panik - sondern ersteinmal zum Mast schauen!
Weiter haben wir 2 Genua-Fallen (rot und grün) und 1 Topnant an Bb.
Diese Fallen werden beim Segeln am Mast gefahren. Hierfür befinden sich am Mastfuß zwei Bügel. Achten Sie bitte darauf, daß die Fallen Bb und Stb getrennt und nicht verdreht unten eingehakt werden. Bitte keine Gewalt anwenden, weil sonst der Mastkragen beschädigt und undicht wird. Im Hafen sollen die Fallen vom Mast weg an der Fußreeling befestigt werden. Sonst schlagen die Fallen im Wind am Mast und das macht unter Deck sehr viel Lärm.

Tip!

Beim Bergen der Vorsegel werden die Gummistropps über dem losen Segel über Kreuz verhakt, damit das Segel nicht wegfliegt. Beim Zusammenlegen soll das Vorliek eng beieinanderliegen, das Achterliek wandert also somit von Bucht zu Bucht nach vorne. Achten Sie bitte beim Legen darauf, daß die Segellatten glatt in den Buchten liegen, weil sie sonst beim Verstauen brechen.

 
Großsegel :

Das Groß ist ein Ganzlattensegel mit Lazy-Jacks. Das Fall läuft an Bb zur hinteren Winde.
Auch dieses Segel von Hand hochziehen und mäßig mit der Winde anspannen. Die Vorliekspannung kann später über das Cunningham exakt eingestellt werden. Das Segel ist im Achterliek leicht überschnitten. Deshalb kann es beim Halsen (bei leichtem Wind) am Achterstag hängen bleiben. Ein kurzes Klopfen am Achterstag genügt, damit das Segel durchrutschen kann.
Nach dem Setzen des Großsegels werden die Lazy-Jacks über den Reffhaken am Baum gehängt und an der Klemme durchgesetzt. Dieses auf beiden Seiten. Somit schlagen die losen Leinen und Blöcke nicht im Segel oder leewärts an den Wanten. Beim Bergen des Großsegels werden zuerst die Lazy-Jacks gesetzt und dann das Segel langsam gefiert, damit das Vorliek in Buchten zwischen den Rutschern nach Stb. und Bb. gelegt werden kann. Es muß auf jeden Fall darauf geachtet werden, daß die Segellatten nicht an Deck fallen oder verdreht abknicken. Sonst brechen die Latten, welche sehr teuer und schwer zu beschaffen sind.
Ein vernünftiges Auftuchen in gleichmäßigen Buchten ergibt ein ordentliches Erscheinungsbild.

Reffen:
Die Reffleinen werden vom Mittelcockpit gefahren. Achten Sie bitte auf folgende Leinenführung:
Vom Baumaustritt läuft die Leine durch den Umlenkblock nach oben durch das Reffauge am Achterliek und wieder nach unten unter dem Baum hindurch und wird im Umlenkblock eingeknotet. Dieses System sorgt für eine gleichmäße Lastverteilung und verhindert ein Brechen der Beschläge und Einreißen des Segels.
Das Vorliek wird mit den entsprechende Auge am Reffhaken vom Baumbeschlag eingehängt. Dann erst das Vorliek und dann die Reffleine durchsetzen. Trimmen des Großsegels erfolgt durch den Unterliekstrecker, Cunningham, Traveller und Schot.

Darüber hinaus können Sie den Mast trimmen. Die Achterstagspannung über die Hydraulik im Cockpit darf max. "2,5" betragen. Aber bitte gleichzeitig auch das Babystag mit durchsetzen. Dieses ist insbesondere bei Welle wichtig, damit der Mast sich nicht aufpumpen kann.
Achtung!!!
Die Mastbiegung darf max. die 1-1,5-fache Mastprofilstärke nicht überschreiten! (Bei gedachter Sehne von Mastkopf zum -fuß - in der Mitte gemessen.) Der Baumniederholer darf mit der Hydraulik max. 1,5 psi. Druck haben.

Maximalwerte für die Hydraulik : (Manometeranzeige)
Achterstag 2,5
Baumniederholer 1,5

Gasanlage:

An Bord befindet sich ein 3-flammiger Gasherd mit Backofen, der an einer 3kg Gasflasche (Campinggas) angeschlossen ist.
Ein Hauptventil an der Gasflasche, welche sich im Gaskasten achtern Stb.unter dem Sitz befindet wird beim Verlassen des Schiffes grundsätzlich geschlossen.
In der Pantry, hinter dem Herd , tritt die Gasleitung hervor und ist zusätzlich mit einem Sicherungsventil (roter Knauf) versehen. Dieses Ventil wird nur zum Gebrauch des Herdes geöffnet, sonst bleibt es grundsätzlich geschlossen.
Das Brennerventil wird drücken des Reglers geöffnet. Das ausströmende Gas wird mit dem Gaszünder oder Streichholz angezündet, dabei den Regler gedrückt halten bis die Flamme alleine brennt. Das gleiche gilt für den Backofen.
Sollte durch Überkochen oder durch ein anderes Mißgeschick der Herd verschmutzt werden, so kann dieser vorsichtig mit zwei Personen aus der Halterung gehoben werden. Bitte vorsichtig beim Abstellen sein, weil die scharfen Kanten Lackschäden verursachen.(Handtuch unterlegen).
Eine Reserveflasche befindet sich im Ankerkasten.


Wasserversorgung:

An Bord befinden sich ein Wassertank mit ca. 180 Ltr. im Salon unter den Sitzpolstern an Stb. und ein weiterer Tank an Bb.achtern mit einem Inhalt von ca. 120 Ltr. Beide Tanks werden über die entsprechenden Einfüllstutzen an Deck befüllt.
Tip!

Die Tankentlüftungen enden in der Pantry-Spüle. Beim Überfüllen der Wassertanks läuft Wasser aus diesen Entlüftungen heraus. In diesem Fall das Befüllen sofort einstellen und den Wasserhahn solange auf kalt öffnen, bis das überflüssige Wasser kontrolliert abgelaufen ist.

Die Tankanzeigen finden Sie am Hauptpanel in der Navi.-Ecke. Sie werden zunächst mit dem blanken Kippschalter eingeschaltet. Durch den Umschalter kann der Füllstand der einzelnen Tanks abgelesen werden.

Die Druckwasserpumpe befindet sich im Topfschapp (Salon Stb Ecksitz). Sie versorgt beide Naßzellen und die Pantry. Ebenso die Heißwasseranlage mit Boiler,der sich im Schrank über dem Motorraum befindet. Das Aufheizen dieses Wassers erfolgt automatisch beim Motorlauf oder mittels 230-Volt Landanschluß. Dieses wird aber in den meisten Häfen nicht funktionieren, weil die Sicherungen zu schwach ausgelegt sind.
Das Umschalten von einem auf den anderen Tank erfolgt mittels Ventilen, die sich in der Bilge im Mitschiffbereich (vor dem WC und neben der Bilgepumpe).

Der leere Tank muß geschlossen werden, weil sonst Luft gezogen wird. Die Anlage muß in diesem Fall neu entlüftet werden. Wenn das der Fall sein sollte, geschieht dieses wie folgt. Den Haupttank an Stb. füllen, den anderen Tank schließen, ebenfalls die Fußpumpen. Dann den entferntesten Wasserhahn auf kalt öffnen und Wasser laufen lassen, bis die Luft weg ist. Dieses bei den nächsten Hahn (WC) wiederholen und zuletzt den Pantryhahn entlüften.
Es ist empfehlenswert, auch die Ventile für die Fußpumpen geschlossen zu halten, weil evtl. bei Schräglage und ungünstigem Füllstand die Tanks höher als die Wasserhähne liegen können und somit Wasser ausläuft!

Schmutzwasserentsorgung in der Naßzelle im Vorschiff:
Das Wasser aus dem Waschbecken läuft in eine kleine Extrabilge und wird mit einer Pumpe (weißer Kippschalter an der Wand) entleert. Bitte so lange laufen lassen, bis man ein schlürfendes Geräusch hört. Dieses muß jeder Benutzer sofort machen, weil sonst sein Nachfolger nasse Füße bekommt. Hier befinden sich keine Ventile, die beim Segeln geschlossen werden müssen.

Schmutzwasserentsorgung im WC:
Das Wasser aus diesem Waschbecken läuft nicht ab, sondern muß mit einer Pumpe abgepumpt werden. Der weiße Kippschalter befindet sich an der Wand neben dem Spiegel. Zusätzlich kann eine kleine Extrabilge im WC abgepumpt werden. Es muß hierzu der schwarze Kipphebel, neben dem Klo, um 180 Grad gedreht werden und mit den gleichen Kippschalter der Pumpvorgang ausgelöst werden. Auch hier bitte solange laufen lassen, bis das schlürfende Geräusch ertönt. Nicht länger, weil die Pumpe sonst trocken läuft und Schaden nimmt.

Schmutzwasserentsorgung in der Pantry:
Das Wasser läuft direkt durch ein Ventil Außenbords. Beim Segeln ist dieses Ventil zu schließen, weil sonst die Gefahr besteht, daß Seewasser über das Waschbecken in die Kühlbox läuft. Nicht empfehlenswert!


Seeventile

Die an Bord eingesetzten Ventile von Blake sind geschlossen, wenn der Hebel direkt an der einen oder anderen Seite des entsprechenden Schlauches steht. Das Querstellen des Hebels allein schließt das Ventil nicht vollständig. Es muß bis an den Anschlag gedreht werden!
Das Ventil ist offen, wenn der Ventilheben in Verlängerung zum entsprechenden Schlauch steht.

Tip!

Die Ventile sind konisch und wirken wie ein Keil. Deshalb sollte man keinesfalls von oben auf das Ventil drücken! Wie ein Keil auch, würde das Ventil völlig festsitzen. Besser ist es, wenn man das Ventil beim drehen leicht nach oben zieht. Es läßt sich dann auch viel leichter bedienen.

Das Seewasserventil für die Toilette befindet sich im Salonbereich neben dem Navitisch. Normalerweise kann dieses Ventil während des Segelns offen bleiben. In diesem Fall ist aber unbedingt sicherzustellen, daß das Hebelventil direkt an der Toilettenpumpe auf "Dry" steht, also "Geschlossen" ist. Das Ausgangsventil liegt im zentralen WC und zwar unter der Spüle im Schrank. Dieses sollte grundsätzlich während des Segelns geschlossen werden.
Das Ausgangsventil für die Pantry-Spüle befindet sich direkt unter der Spüle und ist durch den Schrank zu erreichen. Beim Segeln ist dieses Ventil zu schließen, weil sonst die Gefahr besteht, daß Seewasser über das Waschbecken in die Kühlbox läuft.
WC
Es handelt sich um ein Einhebel-Pump-WC. mit Lippenventil. Vor der Benutzung ist darauf zu achten, daß das Schmutzwasserventil unter den Waschbecken im Schrank und das Frischwasserventil in der Bilge im Mitschiffsbereich geöffnet sind. Test: Den Wasserhebel an der Toilette auf Flash und einige Schläge pumpen. Es muß ohne Kraftaufwand Wasser einlaufen. Dann den Hebel auf Dry und weiterpumpen. Das Wasser kann ohne Kraftaufwendung abgepumpt werden. Bei geschlossenem Ventil entsteht Gegendruck. Auf keinen Fall gegenanpumpen, weil sich sonst das Lippenventil umstülpt, dann spritzt Ihnen das Schmutzwasser entgegen.
Nach der Benutzung bitte gut nachspülen und pumpen. Etwa 25-30 Pumpschläge sollen es sein weil sonst das Schmutzwasser in Schlauch stehen bleibt und stinkt.
Das Ausgangsventil beim Segeln schließen, das Ventil für das Seewasser kann geöffnet bleiben.

Tip!

Bedenken Sie bitte noch Folgendes: Bitte tun Sie nur Dinge in die Toilette, die Sie vorher gegessen oder getrunken haben. Benutzen Sie bitte nur leicht auflösendes WC-Papier und dieses auch nur blattweise, denn WC-Papier in Meterlängen kann nicht mit einem Pumpenschlag durch das Lippenventil. WC-Verstopfung ist eine Schweinerei und möchte von keinem beseitigt werden. Ebenfalls sollten sich auch die Herren stets setzen, denn die Entfernung von Urinflecken an den Wänden ist auch keinem zuzumuten.

Kühlanlage

Bei der Kühlanlage handelt es sich um eine Waeco-Anlage mit einem Danfoss Kompressor. Elektrische Versorgung erfolgt über das 12 Volt Bordnetz oder über Landanschluß 220 Volt. Die Umschaltung von einem auf das andere System erfolgt automatisch. Der Start erfolgt über den entsprechenden Schalter am Hauptpanel sowie über den Thermostaten, welcher im Geschirrschrank unten links installiert ist. In der Kühlbox auf der linken Seite befindet sich der Verdampfer, auf dem sich auch Eiswürfel machen können. Den Fühler; er sieht aus wie ein loser Draht, bitte nicht verbiegen, weil sonst die kompl. Anlage ausfällt.
Bedenken Sie bitte beim Einsatz der Kühlanlage, daß diese relativ viel Strom verbraucht
. Daher ist es notwendig, die Bordspannung immer zu kontrollieren.

Tip!

Schwitzwasser in der Kühlbox kann über die "Seewasserfußpumpe" herausgepumpt werden. Hierzu muß das T-Ventil in dem Schrank unter der Spüle, links an der Wand unter dem Regalbrett entsprechend eingestellt werden. Anstatt Seewasser fördert die Fußpumpe dann das -Schwitzwasser aus der Kühlbox in die Spüle.

Motor und Propeller

Bei der Motoranlage handelt es sich um einen Perkins-Motor (Typ 4108) mit Hurth V-Getriebe. Der Propeller ist ein 3-flügeliger Faltpropeller und ist rechtsdrehend. Der Dieseltank befindet sich an Bb im Salon unten den Sitzpolstern. Der Tankeinfüllstutzen ist an Bb - Mittschiffs.
Die Tankentlüftung endet am Heck. Wird der Tank überfüllt, so läuft hier Diesel in das Hafenwasser! Deswegen grundsätzlich nur solange betanken, bis die autom. Zapfpistole abschaltet.

Tip!

Vor dem Betanken (auch bevor der Tankstutzen geöffnet wird!) sollte das Teakdeck in diesem Bereich gut naß gemacht werden, damit evtl. Dieseltropfen abperlen und keine Flecken an Deck verursachen.

Die Bedienung erfolgt im hinteren Cockpit.

1. Zündung einschalten
2. Vorglühen zwischen 10 und 20 Sekunden
3. Einhebelschaltung auf Leerlauf (ausrasten durch kurzes, gegen den Federdruck, herausziehen des Gashebels) und etwas Gas geben. (Gashebel leicht in Schiffsrichtung legen.)
4. Maschine über Startknopf starten. Sofort kontrollieren, ob Kühlwasser am Heck herauskommt.
5. Leerlauf mit Gashebel einstellen und laufen lassen, bis Maschine warm ist, dann Gashebel auf neutral und wieder einrasten lassen.
6. Beim Einlegen des Vor- oder Rückwärtsganges nicht gleich Gas geben, weil der Propeller erst eingekuppelt und geöffnet wird. Das Einkuppeln bei ca. 800 Umdr. hört man deutlich, dann Gas geben.
7. Marschfahrt bei ca. 2500 Umdr. (Bitte günstige Umdr. suchen, damit die Maschine rund läuft)
8. Bei Hafenmanövern auf keinen Fall mit viel Gas schnell von Vor- auf Rückwärts oder umgekehrt schalten. Es besteht die Gefahr, daß der Scherstift der Kupplung bricht und dann haben Sie keinen Maschinenantrieb mehr zur Verfügung.
9. Wenn die Maschine nicht mehr gebraucht wird, Gashebel auf neutral und über STOP die Maschine abschalten.
10. Zündung ausschalten, nicht vergessen, weil sonst der Motorstundenzähler weiterläuft.
11. Während des Segelns muß der Gashebel eingekuppelt werden. Die Welle wird damit blockiert und der Propeller stellt sich auf "Segelstellung" und läuft nicht mehr mit. Ein mitlaufender Propeller kann das Getriebe beschädigen!

Sollte wider erwarten der Motorstop über den Magnetschalter nicht funktionieren, so können Sie die Maschine auch manuell abschalten. Dieses erfolgt, indem Sie an der Maschine Stb -Seite den Dekompressionshebel (erkennbar an der Kette, Schubstange und der entgegengesetzt wirkenden Feder) drücken und festhalten bis der Motor aus ist.
Die Ölstandkontrolle erfolgt über den üblichen Meßstab. Den Stab erreichen Sie von der Salon-Frontseite hinter der Treppe. Folgende Arbeitsgänge: Feuerlöscher aus der Halterung nehmen und die Treppe auf diese Halterung legen. Den Motorkasten vorklappen und links oben der Stab herausziehen.
Zum Nachfüllen von Oel können Sie über den Schrank über dem Motor von der Stb-Seite besser an den Einfüllstutzen kommen. Werkzeugkoffer usw. raus, die Bodenbretten entnehmen und schon sind Sie an Ziel. Wir haben einen kleinen Trichter mit Schlauch im Schrank, der Ihnen das Einfüllen erleichtert.
Tip! Zwischen MIN und MAX ist genau 1 Ltr.
Bei der Gelegenheit können Sie auch gleich den Filter für das Kühlwasser kontrollieren. Der Trichter befindet sich in den Schrank über den Motor ganz links (schwarz und rund)

Elektrik

Batterien

Die Batterien (alle 12 Volt) befinden sich in der Achterkammer und der mittleren Sitzpolster in einer Batteriekiste. Drei Stück sind für den Service und eine ist die Starterbatterie.Sie sind getrennt geschaltet und werden automatisch beim Motorenlauf geladen. Beim Landanschluß mit 220 V leuchtet am kleinen Paneel an der Stb-Seite in Durchgang zur Achterkammer ein roter Kippschalter auf. Der runde Schalter kann auf Maschine oder Service geschaltet werden. Je nach Stellung wird die Batterie geladen. In aller Regel steht der Schalter aber auf Service. Des weiteren befindet sich am Paneel unter der Klappe eine 230 Volt-Steckdose. Das Ladegerät selbst ist im Werkzeugschrank über dem Motor installiert. Hier bitte keine Änderung an den Einstellungen vornehmen.
Bei heißen Temperaturen sind die Batterien einmal wöchentlich zu kontrollieren und evtl. mit destilliertem Wasser aufzufüllen.
Beleuchtung
Im ganzen Schiff befinden sich ausreichend Lampen und Leuchten. Im Vorschiff befinden sich Deckenleuchten die durch drehen der Glasabdeckung ein- und ausgeschaltet werden.
Im Salon befinden sich die weißen Kippschalter am Navi-Tisch oberhalb der Schubladen. Neben zwei großen Zentrallampen sind noch sechs kleine Halogenstrahler installiert. Des weiteren befinden sich kleine Wandlampen über den Lotsenkojen, die über Druckschalter eingeschaltet werden. Weiter befinden sich hinter den Lotsenkojen /Abdeckung noch je eine indirekte Beleuchtung an Stb und Bb. Sie werden über einen kleinen Kippschalter direkt an der Lampe eingeschaltet.
Die rote Nachtbeleuchtung sollte nur kurzfristig eingeschaltet sein. Sie befinden sich im Vorschiff, Salon und Achterkammer und werden über die weißen Kippschalter betätigt.
In der Pantry, hinter der Abdeckung befinden sich noch zwei nützliche Neonlampen, die direkt an den Lampen mit einem Kippschalter betätigt werden.
In der Achterkammer werden die Deckenleuchten über die weißen Kippschalter an der Wand oder direkt an der Glasabdeckung bedient. Im WC ist eine gr. Deckenleuchte und eine Spiegelleuchte. Das gleiche ist in der vorderen Naßzelle.
Sie sehen, es sind viele Verbraucher an Bord. Es ist an Ihnen, sie sorgsam und sparsam einzusetzen, denn auch die größte Batteriekapazität ist einmal am Ende.

Heizung

Die Heizung ist eine Eberspächer Dieselheizung. Sie wird vom Dieseltank direkt versorgt.
Bevor die Heizung gestartet wird, muß sichergestellt sein, daß genügend Stromkapazität vorhanden ist. Die Heizung, speziell in der Startphase, verbraucht sehr viel Strom.
Über den Startknopf mit grünem Pfeil (befindet sich rechts über dem Hauptpaneel) starten.

Die Heizung zum Starten stets voll aufdrehen und so mindestens 20 Minuten laufen lassen.

Beim Ausschalten läuft die Heizung noch so lange nach, bis sie abgekühlt ist und schaltet sich dann selbsttätig aus.
Sollte die Heizung wider Erwarten nicht beim ersten Mal anspringen, so können Sie den Startvorgang wiederholen, wenn Sie Landanschluß haben oder die Maschine kurz mitlaufen lassen.
Während des Segelns soll die Heizung nicht benutzt werden, weil es bei Schräglage passieren kann, daß die kleine Dieselpumpe die Versorgung der Heizung nicht schafft. Dann fängt die Heizung an zu blubbern, bleibt stehen und ist verrußt.

Elektronik

Bord-PC

Der Bord-Pc wird über das Schaltpaneel angeschaltet. Er lädt alle erforderlichen Komponenten automatisch, dh. das Plotterprogramm, die Tastaturemulation und die Einführungshilfe für das Plotterprogramm. Wenn Sie diese schon studiert haben, so können Sie diese einfach wieder schließen.
Der PC ist mit einem Touchscreen ausgestattet. Sie brauchen deshalb keine Maus o.ä. um den PC steuern zu können. Sie können einfach mit dem Finger/Fingernagel) auf die betreffende Stelle drücken. Ein Doppelklick, wie Sie ihn von Ihrem PC her gewohnt sind machen Sie ebenfalls durch zweimaliges schnelles drücken. Allerdings bringt ein Touchscreen ein Problem mit sich! Sie haben im Prinzip keine rechte Maustaste zur Verfügung. Da aber mit Windows95 zunehmend diese Taste zum Einsatz kommt, stehen diese Funktionen mit Touchscreen nicht zur Verfügung. Die Programmierer von touch-fähigen Anwendungen wissen um dieses Problem und richten sich auch danach. In unserem Fall ist die Plottersoftware nachträglich für uns touchfähig gemacht worden! Konkret heißt dies: Der Doppeldruck wirkt sich innerhalb der Plottersoftware wie der Druck der rechten Maustaste aus. Wo also auch immer in der Bedienungsanleitung die rechte Maustaste erwähnt wird - ersetzen Sie dies durch einen Doppelklick!
Außerdem sind noch einige Funktionen, speziell in den Hafenhandbüchern, noch nicht vollständig auf Touch umgestellt worden. So sind in den Handbüchern sog. Hotspots eingearbeitet, d.h. bestimmte Bildschirm/Bildbereiche sind mit Informationen hinterlegt. In den kommenden Versionen werden diese Bereiche durch rote Kästen markiert. Bis dahin bleibt uns leider nichts anderes übrig, als diese Bereiche zu suchen. Aber keine Sorge: Betroffen sind davon lediglich die seitlichen Icons, das Info-Feld und der Ansteuerungsbereich (hierfür einfach in die Fahrrinne drücken, damit die hinterlegte Information eingeblendet wird.)
Nach dem erfolgreichen Start der Plottersoftware muß die NMEA-Verbindung zum GPS hergestellt werden. Dies geschieht über "Karte/Kurs-NMEA-Verbindung". Diese Position einfach anklicken, sie wird dann durch ein Häkchen markiert und es erscheint ein Fenster mit dem Hinweis, daß nach drücken der OK-Taste die NMEA-Daten über COM2 erwartet werden. Letztlich erscheint ein entsprechender Hinweis im Programmkopf. Alsbald müssen die fenster für "KüG" und "kn" grün hinterlegt werden. Dies ist ein Hinweis dafür, daß gültige NMEA-Daten vom GPS hereinkommen.
Nun gilt es eine Seekarte einzulesen. Dies geschieht über "Karte/Kurs" oder über die Fußzeile der Plottersoftware. Dort findet sich eine Statusfenster mit dem Hinweis "keine Karte geladen". Klickt man dies an, so erscheint ein Fenster mit der Position "Karte laden". Wählen Sie dieses aus und wählen Sie dann die richtige Karte aus der nun erscheinenden Liste aus.
Tip! Lesen Sie sich bitte die Online-Hilfe zur Plottersoftware durch!
Wenn Sie den PC wieder ausschalten möchten, so drücken Sie ganz am unteren Rand des Bildschirms, bis die "Task-Leiste" von Windows95 erscheint. Drücken Sie "Start" und "Beenden". Auf dem folgenden Fenster bestätigen Sie "Windows herunterfahren" und warten, bis der Bildschirm in roter Schrift angibt, daß Sie den Rechner nun ausschalten können. Sollten Sie den Rechner einmal aus versehen im Betrieb ausschalten, so wird er beim nächsten Einschalten auf diesem Umstand hinweisen. Warten Sie einfach (es dauert fast eine Minute) bis der PC selbständig einen Selbsttest durchführt und dann wieder hochfährt.

Sicherheit

Schwimmwesten

An Bord haben wir Automatik-Schwimmwesten mit Lifeleinen. Sie sind ohnmachtsicher.
Sie sind sehr angenehm zu tragen und werden deshalb auch gerne benutzt. Bedenken Sie bitte, daß dieses Sicherheitsmittel erster Klasse auch so eines bleiben soll Der nächste Benutzer möchte genau so sicher sein wie Sie!!!
Diese Westen funktionieren so, daß eine Tablette naß wird, sich auflöst und somit einen Bolzen auslöst, der die Pressluftpatrone öffnet und dann die Weste schlagartig aufgeblasen wird.
Sollte es Ihnen passieren, daß die Weste naß (von oben oder unten) geworden ist, so kontrollieren Sie die Tablette und Flasche auf Funktionsfähigkeit, nachdem die Weste sauber und trocken ist. Niemals feucht mit Tabletten zum trocknen vor die Heizung etc. hängen. Hierbei gehen die meisten Westen auf. Eine Wartung ist dann erforderlich.

Notpinne

Die Notpinne befindet sich gem. Checkliste in der Bb.-Backskiste. Sie ist ein aus Niro gefertigtes Rohrstück mit einer Aufnahme für die Ruderachse. Zur Montage wird der schwarze Deckel an Deck hinter dem Rudergänger entfernt und die Pinne einfach aufgesetzt. An den Ösen können zusätzlich Hilfsleinen zu den Spinnakerwinden geführt werden.
Sollte das Ruder dennoch nicht zu bewegen sein, so könnte:

a.) sich der Steuerdraht unter Deck verklemmt haben,
b.) ein Gegenstand (z.B. Leine) aus der Backskiste in den Ruderquadranten gefallen sein.

Im ersten Fall können Sie in der Achterkammer, in der unteren Bb-Koje mittschiffs eine Tür öffnen. Die ermöglicht Ihnen den Blick zu den Umlenkblöcken und zur Steuersäule.
Den Quadranten können sie durch die Backskiste inspizieren.

Diverses

Reinigungsmittel

Natürlich freuen wir uns, wenn Sie das Schiff sauber und ordentlich halten. Hierfür werden selbstverständlich auch Reinigungsmittel benötigt. Erlauben Sie uns, Ihnen einige Tips zu geben.
Zum Abwaschen eignet sich ausgezeichnet umweltfreundliches Spüli, welches keine großen Schaummengen produziert. Fließt alles in den Hafen!
Zum WC-Reinigen nehmen Sie bitte auf keinen Fall Scheuersand oder ätzende Mittel. Hiermit werden alle Dichtungen und Ventile sowie Membranen porös und undicht
Schmutz an Deck und Außenhaut läßt sich sehr gut mit grüner Seife reinigen. Hier können Sie gerne viel Schaum machen, der baut sich in Wasser ab.
Polster
An Bord befinden sich Polster mit einem Veloursbezug. Diese Stoffart ist sehr angenehm im Gebrauch. Wie alle Polsterstoffe kann auch dieser Stoff keine Hitze vertragen. Das Bedeutet für Sie, daß keinesfalls Töpfe oder andere heiße Gegenstände auf die Polster oder in die Koje zum Warmhalten gestellt werden dürfen. Es entstehen sofort "Ringe", die nicht wieder beseitigt werden können. Das Polster muß dann komplett neu bezogen werden.
Die Polster im Salon sind lose angeordnet, damit sie bei nassem Wetter (Wasser von oben oder unten!) z.B. in den oberen Lotsenkojen abgelegt werden können, sollten Sie während des Segelns den Salon benutzen wollen. Auf keinen Fall dürfen Sie mit nassem Ölzeug auf den Polstern sitzen. Das Salzwasser in den Polstern (auch wenn sie später wieder getrocknet sind) bleibt, und zieht aus der Luft die Feuchtigkeit heraus. Als Ergebnis haben Sie (und Ihre Nachfolger!) stets feuchte und muffige Polster.
Generell sind Polster nicht für den Einsatz außerhalb ihres Platzes geeignet. Vor allem sollten die Polster nicht an Deck benutzt werden! Sie werden dann nur schnell schmutzig und unansehnlich.
Für den Navigationssitz haben wir eine spezielle Kunststoffhülle für Sie anfertigen lassen.

Flaggenführung

Segeln hat sehr viel mit Tradition zu tun! Traditionell ist auch eine Flaggenführung, die nicht immer gesetzlich geregelt sein muß.
Diese Schiff läuft unter deutscher Flagge. Gesetzlich verboten ist das Führen jeglicher anderer Nationalflaggen am Heck. Dieses gilt insbesondere für Euro-Flaggen!
Unter der Stb.-Saling ist die Gastlandsflagge zu fahren - und nur die, in dessen Land man sich befindet. Nach Sonnenuntergang sind die Nationalflagge und auch die Gastlandflagge einzuholen!
Alle anderen Flaggen (Vereinsstander, bereiste Länderflaggen, e.t.c.) sind frei wählbar und als Signalflagge unter der Bb.-Saling zu fahren.
Luken und Lüfter
Die zwei Decksluken haben die Einstellmöglichkeit einer Schlitzbelüftung. Dabei wird das Luk nur etwa einen halben Zentimeter offengehalten. Leicht verwechselt man diese Stellung mit "Geschlossen" und wundert sich, daß es zum Wassereintritt kommt!
Die Lüfter können ebenfalls von innen verschlossen werden. Mit den sichtbaren Bügeln werden Verschlußrohre nach oben geschoben! Das Ziehen nach unten öffnet die Lüfter.
Tip!

Die Fenster zum Cockpit sind werftseitig leicht schräge eingebaut worden. Deshalb kann sich immer ein wenig Wasser im Rahmen halten. Wird das Fenster dann geöffnet, so tropft das Wasser auf die darunter liegenden Kojen. Deshalb empfiehlt es sich, stets ein Tuch unter das Fenster zu legen, bzw. zu halten.
 
 
 




 
Fehlersuche


Problem: Das Speedometer zeigt bei Fahrt plötzlich keine Geschwindigkeit mehr an.
Lösung:
Der Geber ist verkrautet.
Der Geber für das Speedo befindet sich im Salon, mittschiffs unter dem kleinen Polster am vorderen Schott.
Der Geber kann, ohne ihn komplett ausbauen zu müssen, in den Schacht nach oben gezogen werden. Zunächst kann man deshalb versuchen, die Verunreinigung während der Fahrt durch mehrmaliges "Auf und Nieder" zu beseitigen.
Hilft dies nichts, so muß der Geber ausgebaut werden. Sie lösen die Überwurfmutter. Dann den Geber langsam herausziehen. Mit der freien Hand schnell die Öffnung abdecken. Für eine längere Reparatur kann der Stutzen auch mit dem daneben liegenden Deckel verschraubt werden.
Den Geber sehr vorsichtig reinigen und durch langanhaltendes anpusten die Funktion an der Anzeige überprüfen.
Den gereinigten Geber in richtiger Richtung (Pfeil zeigt nach vorne) wieder einsetzen. Dabei nicht durch zu hektisches Hantieren den Kunstoffimpeller beschädigen!
Überwurfmutter handfest anziehen und den Geber ganz nach unten schieben.
Das eingedrungene Wasser umgehend mit der Bilgepumpe Außenbords pumpen.
Problem: Der Motor läßt sich nicht mehr ausschalten.
Lösung: Der Magnetschalter ist defekt.
Sollte wider erwarten der Motorstop über den Magnetschalter nicht funktionieren, so können Sie die Maschine auch manuell abschalten. Dieses erfolgt, indem Sie an der Maschine Stb -Seite den Dekompressionshebel( erkennbar an der Kette, Schubstange und der entgegengesetzt wirkenden Feder) drücken und festhalten bis der Motor aus ist.
Problem: Keine Ruderwirkung mehr
Lösung: Die Notpinne befindet sich gem. Checkliste in der Bb.-Backskiste. Sie ist ein aus Niro gefertigtes Rohrstück mit einer Aufnahme für die Ruderachse. Zur Montage wird der schwarze Deckel an Deck hinter dem Rudergänger entfernt und die Pinne einfach aufgesetzt. An den Ösen können zusätzlich Hilfsleinen zu den Spinnakerwinden geführt werden.
Sollte das Ruder dennoch nicht zu bewegen sein, so könnte sich:

a.) der Steuerdraht unter Deck verklemmt haben,

b.) ein Gegenstand (z.B. Leine) aus der Backskiste in den Ruderquadranten gefallen sein.

Im ersten Fall können Sie in der Achterkammer, in der unteren Bb-Koje mittschiffs eine Tür öffnen. Die ermöglicht Ihnen den Blick zu den Umlenkblöcken und zur Steuersäule.
Den Quadranten können sie durch die Backskiste inspizieren.
 
Problem:
Trotz Landanschluß keine Batterieladung.
Lösung: Leuchtet am Landanschlußpanel der rote Kippschalter?
Wenn nicht: ist der Kippschalter ausgeschaltet?

ist die Hauptsicherung am gleichen Panel herausgesprungen?
ist der FI-Schutzschalter am gleichen Panel herausgesprungen?

Wenn Schalter rot leuchtet, könnte das Ladegerät im Schrank über dem Motor entweder direkt abgeschaltet sein, oder die daneben befindliche Sicherung herausgesprungen sein. Am Ladegerät muß ebenfalls eine rote Kontrolllampe leuchten.
Leuchtet die Kontrolllampe am Ladegerät und es lädt trotzdem nicht, so könnte der Batteriewahlschalter am Landanschlußpanel auf "Neutral" stehen. (Mittlere Stellung zwischen Starter- und Service-Batterie.) Diesen dann auf "Service" schalten.